Auf der Umlaufbahn

Alles dreht sich

…. um die Erkrankung, wenn man selber oder jemand aus dem Familien- oder Freundeskreis davon betroffen ist.

Natürlich ist das zu pauschal formuliert und natürlich ist die persönliche Einbindung jedes Einzelnen ganz individuell bedingt und niemals zu verallgemeinern.

Und es hängt ja auch davon ab, wie schwer die Krankheit ist, wie sie persönlich wahrgenommen und empfunden wird und wie sie die einzelnen Lebenswelten aller Betroffenen berührt. Nachbarn oder Arbeitskollegen sind oft genauso einbezogen.

Umlaufbahn

Bei der Organisation der bestmöglichen Pflege, Betreuung oder überhaupt des Kümmerns schwenken alle Beteiligten in eine gemeinsame Umlaufbahn ein, die sie wie Planeten um einen Stern kreisen lässt.

Dieser Stern ist die neue Lebenssituation, die Erkrankung, um die sich alle drehen.

Wie Planeten…

Aber wie Planeten haben auch Menschen ihre eigene „Atmosphäre“ und „Drehgeschwindigkeit“.

Damit meine ich:

Familienmitglieder, Erkrankte, Freunde, Nachbarn, Kollegen haben ihre eigene Lebenswelt, die sie jetzt für eine unbestimmte Zeit ausrichten und anpassen müssen –  z.B. um alles zu organisieren, zu unterstützen, oder überhaupt zu sich zu finden.

Nicht nur Emotionen, sondern auch persönliche Erwartungen, Vorstellungen, Erfahrungen, funken in die neue Situation rein.

Die bisher vertraute Beziehung zueinander kann sich ändern. Angehörige werden sich fremd, Geschwister reden anders miteinander als vorher, Kinder übernehmen die Elternrolle, Eltern die Kinderrolle.

„Atmosphärische Störungen“

Es kann also manchmal schwierig sein, auf dieser Umlaufbahn gemeinsame Wege und Kommunikationskanäle zu finden.

Um beim Bild zu bleiben: es kann Funkstille entstehen, obwohl man bisher eigentlich ganz gut miteinander reden konnte.

Funkstille, Sprachlosigkeit, der fehlende Austausch von eigenen Bedürfnissen, Gefühlen, Ideen kann auch zu Überforderung führen.

Zu Stress, den man in dieser Situation wirklich nicht gebrauchen kann.

Sprachlosigkeit bedeutet für mich persönlich Stillstand oder Schlingern, obwohl es doch eigentlich auf der Umlaufbahn so stabil wie möglich weitergehen müsste.

Was könnte helfen, wenn die Sache zu sehr aus dem Lot gerät?

Für mich ist klar: Hilfe von außen, um innen wieder ins Reden zu kommen!

z.B. durch eine Mediation:

wieder wichtige Signale aussenden und gemeinsam ins Handeln kommen.

dabei die persönliche „Drehgeschwindigkeit“ (z.B. Bedürfnisse, Gefühle, Privatleben) nicht aus dem Visier verlieren.

„krankheitsbedingtes“ Schlingern im Miteinander abbremsen und auspendeln.

Balance finden und gemeinsame Entscheidungen treffen, bevor sich das Leben weiter aufschaukelt.

Jeder sieht die Dinge eben anders …

 

 

 

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