Wie gehen wir jetzt damit um?

Neue Perspektiven - Foto: M. Költzsch

Orientierung in der neuen Lebenssituation

Bei einem schweren Krankheitsfall, gesundheitlicher Einschränkung oder anstehenden Gedanken über zukünftige Pflege und Betreuung, geht es für Angehörige genauso wie für Erkrankte darum, sich in der neuen Lebenslage zurechtzufinden.

Sie müssen „lebenswichtige“ Themen für sich und nahestehende Menschen klären, während sich der Globus weiterdreht mit Beruf, Verpflichtungen, Schule und Weltgeschehen.

Mehrere sind „betroffen“

Nicht nur die eine, erkrankte Person erfährt eine Veränderung ihres gewohnten Alltags, meist sind weitere Menschen von der Erkrankung betroffenen. Das private und berufliche Umfeld erlebt ggfs. ebenso persönlichen Kummer und Leidensdruck. Empfindungen pendeln zwischen Mitgefühl und eigener Betroffenheit. Angehörige, Nachbarn, Kollegen- oder Freundeskreise springen einerseits helfend ein. Andererseits können sie aber genauso Stress, Mehrbelastung oder eigene Krankheit erfahren.

Es gilt deshalb für alle Betroffenen, den weiteren Weg möglichst bedürfnisorientiert und gesundheitsfördernd zu gestalten, sich mit anderen auszutauschen und abzustimmen.

Stolpersteine aus dem Weg räumen

Dazu kann es auch gehören, Stolpersteine und Konflikte rund um das Krankheitsgeschehen zu erkennen, gemeinsam zu klären und zu vermeiden.

Wenn dies nicht aus eigener Kraft heraus gelingt, kann es für die Beteiligten eine gute Wahl sein, sich kompetente Hilfe durch einen Mediator oder eine Mediatorin an Bord zu holen.

Erkrankten Menschen und Angehörigen kann so eine „heilsame“ Unterstützung angeboten werden, in Ruhe und Vertraulichkeit, auf komplexe, krankheitsverursachte Hürden im Miteinander zu schauen. Eine Mediation kann helfen, neue Wege gemeinsam und, so weit wie möglich, eigenbestimmt und selbstverantwortlich zu gestalten.

Eine Auswahl möglicher Anlässe zeigt die Themenvielfalt der „krankheitssensiblen“ Mediation:

 

Anleitung durch Expertise

  • Fehlende Erfahrung, in der Familie Konflikte zu klären oder schwierige Punkte anzusprechen (z.B. die eigenen Bedürfnisse, schamhafte oder tabuisierte Themen).

 

Dialog, Absprache, Verbindlichkeit

  • Zentrale Themen sollen im Familienverbund verbindlich geklärt und verlässlich abgesprochen werden (gemeinsame Linie, an einem Strang ziehen).
  • Klären von drängenden Fragen zwischen Erkrankten und Angehörigen („Worüber wir jetzt endlich mal offen reden müssen!“).

 

Gemeinsamkeit, Entschiedenheit

  • „Sprechen mit einer Stimme“ der Geschwister gegenüber den Eltern (oder umgekehrt).

 

Rollenverständnis (Transformation)

  • Gestaltung der neuen „Elternrolle“ von (erwachsenen und jungen) Kindern.
  • Orientierung der Eltern in der neuen Lebensphase und als Empfänger von Pflege und Betreuung.

 

Verantwortung, Verlässlichkeit

  • Wunsch nach Dialog und Abklärung über Zuständigkeiten, Verantwortungsverteilung („Wer, wo, wie?“).
  • Gemeinsames Entscheiden, wer die Hauptbetreuung übernehmen soll.
  • Suche nach Lösungen für Selbstfürsorge, Schutz, Entlastung der hauptbetreuenden Angehörigen.

 

Umgehen mit Veränderungen

  • Autonomiewünsche des erkrankten Menschen versus Verantwortungsempfinden der Angehörigen (z.B. bei Finanz- oder Betreuungsfragen).
  • Umgehen mit veränderter Lebensführung (z.B. Wohnungswechsel, Umbau, Wechsel zur stationären Pflege, Führerscheinabgabe, 24Std-Kraft bei häuslicher Pflege).
  • Schwierigkeiten mit fremder „Gesundheits-Kultur“ (z.B. in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder bei interkulturellen Fragen).
  • Anpassen von Unterstützungsmaßnahmen im weiteren Verlauf einer Krankheit (z.B. bei einer Demenz).

 

Klärung, Abstimmung mit dem Hilfesystem

  • Klären von Konflikten mit Pflegediensten, Betreuungseinrichtungen, Kassen.
  • Gestörtes Vertrauensverhältnis von Arzt und Patient oder Familie.
  • Abstimmung mit oder zwischen behandelnden Therapeuten.
  • Klärung von kulturellen Unterschieden bei der Kommunikation mit Ärzten, Pflegediensten und anderen Gesundheitsinstitutionen.

 

Trost, Orientierung, Unsicherheit, Gewissensfragen

  • Klarheit über Patientenverfügung, letzten Willen, lebensverlängernde Maßnahmen und andere ethische Themen.
  • Fragen des Einsatzes medizinischer Möglichkeiten (z.B. zum Lebensende).

 

Es gibt viele weitere denkbare Themen, deren gemeinsame Klärung für die Betroffenen entlastend sein kann.

Denn, wenn offener Austausch und verbindliche Absprachen nicht gelingen, können Pflege und Betreuung für erkrankte Menschen und sorgende Angehörige zu neuer Belastung führen.

Das hilft niemandem weiter.

Von Mediatoren sind in diesem Tätigkeitsfeld besondere Fähigkeiten gefordert, denn eine kompetente, krankheitssensible Mediation unterstützt nicht nur die selbstbestimmte Gestaltung von gesundheitsorientierten Hilfesystemen:

Es geht immer auch um die möglichst bedürfnisgerechte Integration der gesundheitlichen Einschränkung in die Lebenswelt aller Betroffenen. Und damit auch um bestmögliche Teilhabe, Lebensqualität und Würde.

Wer ich bin

Ich leite und begleite den Dialog und Austausch zwischen Menschen, denen es nicht aus eigener Kraft gelingt, Konflikte oder Störfelder im Miteinander zu klären.

Mein Hauptaugenmerk gilt vor allem klärenden Gesprächen rund um gesundheitliche Einschränkung, Pflege und Betreuung.

Ich stehe dabei für ein außergewöhnliches Thema:

Die möglichst bedürfnisgerechte Integration einer gesundheitlichen Veränderung in den neuen Lebensalltag aller, die davon betroffen sind.

Deshalb habe ich mich auf krankheits-sensible Mediation spezialisiert.

Warum mir das sehr wichtig ist, erfahren Sie hier…

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